per due

Mandoline und Gitarre gehen in dieser Besetzung eine äusserst reizvolle und delikate Verbindung ein. Für diese Besetzung steht eine anspruchsvolle, umfangreiche und sehr interessante Literatur zur Verfügung. 

Vier Jahrhunderte hindurch erfreuten sich beide Instrumente großer Beliebtheit.

Im 17. und 18. Jahrhundert wurden sie exclusiv in den Salons des Adels gespielt, im 19. Jahrhundert waren sie begehrte Instrumente in den Kammermusikzirkeln des Bürgertums und haben stilistisch äußerst vielfältige Originalkompositionen zur Auswahl.

Das Repertoire von per due ist so facettenreich wie das Instrumentarium, mit welchem Silke Lisko und Rupert Gehrmann zu hören sind. Lautenmusik der Renaissance von John Dowland, barocke Sonaten von Domenico Scarlatti und Antonio Vivaldi werden stilgerecht auf Sopranlaute, Laute und Barockgitarre interpretiert.

In den bedeutenden Bibliotheken Europas fanden sich aus dem 18. Jahrhundert klangschöne, vom Geist des galanten Stils inspirierte Sonaten italienischer Mandolinenmeister, die das Duo auf neapolitanischer Mandoline (Nachbau A. Vinaccia von 1760) und klassischer Konzertgitarre interpretiert. Ludwig van Beethoven hinterließ vier Stücke für Mandoline und Hammerklavier, die für diese Besetzung transkribiert wurden.

Virtuose Konzertstücke des späten 19. Jahrhunderts voller Raffinesse und romantischem Schmelz von Niccolo Paganini und Raffaele Calace, sind neben zeitgenössischen Kompositionen – die teilweise per due gewidmet sind -, mitreißender südamerikanischer  Folklore und gefühlvoller argentinischer Musik des Tango nuevo von Astor Piazzolla im Repertoire des Duos enthalten.